Hygiene-Preis & Hygieia-Medaille 2026

20. Mär 2026

Die Preisverleihung der Rudolf-Schülke-Stiftung fand am 20. März 2026 in Hamburg statt. Der Hygiene-Preis sowie die Hygieia-Medaille wurden vom Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Martin Exner, überreicht.

Preisverleihung 2026

Hygiene ist eine einfache und zugleich wirksame Maßnahme zum Schutz der Gesundheit. In Apotheken, Arztpraxen und Krankenhäusern trägt sie entscheidend dazu bei, Infektionen zu vermeiden und Patientinnen und Patienten bestmöglich zu schützen. Klare Standards und verlässliche Maßnahmen sind dabei essenziell, um Risiken zu minimieren und Vertrauen zu schaffen.

Um aktuelle Entwicklungen im Bereich der Hygiene sichtbar zu machen, verleiht die Rudolf-Schülke-Stiftung seit 50 Jahren den Hygiene-Preis sowie die Hygieia-Medaille. Der Hygiene-Preis würdigt Arbeiten, die maßgeblich zur Weiterentwicklung der Infektionsprävention und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit beitragen. Die Hygieia-Medaille ehrt Persönlichkeiten, die ihr Lebenswerk der Hygiene und Mikrobiologie gewidmet haben.

Die feierliche Preisverleihung fand am 20. März 2026 im Elsa Brändström Haus in Hamburg Blankenese statt.

Verleihung Hygiene-Preis 2024
Verleihung Hygiene-Preis 2024
Teilnehmende der Preisverleihung der Rudolf-Schülke-Stiftung
v.l.n.r Nicole Steinhorst (Beirat), Anja Krellenberg, Jürgen Gebel (Preisträger Hygiene Preis), Rainer Wolber (Vorstand), Sabine Gebel, Renate Haecker, Jan-Dirk Auris (Schülke & Mayr, CEO), Iris F. Chaberny (Preisträgerin Hygiene Preis), Martin Mielke, Carola Ilschner, Philippe Hartemann (Beirat), Lars Lemke (Vorstand), Veronika Exner, Lola Hernandez, Martin Exner (Vorstandsvorsitzender), Bettina Kramer, Lars Passvogel, Axel Kramer (Beirat), Susanne Kolbe-Busch, Bärbel Christiansen (Beirat), Walter Popp, Volker Scheinpflug, Peter Oltmanns (Beirat), Frank A. Pitten (stellv. Vorstandsvorsitzender)

Verleihung Hygiene-Preis 2026

Der Hygiene-Preis der Rudolf-Schülke-Stiftung wird alle zwei Jahre an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die mit ihren Arbeiten maßgeblich zur Lösung zentraler Fragestellungen in den Bereichen Hygiene, Mikrobiologie und Infektionsprävention beitragen. 

Er ist mit 15.000 Euro dotiert und würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen mit besonderer Relevanz für die öffentliche Gesundheit. 

Der Hygiene-Preis 2026 ging an die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. med. Iris F. Chaberny von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie vom Institut für Krankenhaus- und Umwelthygiene des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel und Lübeck.

Studie der Arbeitsgruppe Prof. Dr. med. Iris F. Chaberny: 

Effect of daily antiseptic bathing with octenidine on ICU-acquired bacteremia and ICU-acquired multidrug-resistant organisms: A multicenter, cluster-randomized, double-blind, placebo-controlled, cross-over study.    

Ausgezeichnet wurde die Arbeitsgruppe für ihre multizentrische, cluster-randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Cross-over-Studie zur antiseptischen Ganzkörperwaschung mit Octenidin auf Intensivstationen. In der Studie wurden 44 Intensivstationen in 23 Krankenhäusern in Deutschland über zwei jeweils 12-monatige Zeiträume untersucht und insgesamt über 100.000 Intensivaufenthalte analysiert.

Verleihung Hygiene-Preis 2024
Verleihung Hygiene-Preis 2024
v.l.n.r. Prof. Martin Exner (Vorstandsvorsitzender) und Preisträgerin Prof. Iris Chaberny (wissenschaftlicher Beirat)

Verleihung "Hygieia Medaille 2026"

Hygieia Medaille 2024
Hygieia Medaille 2024
Prof. Martin Exner (Vorstandsvorsitzender) und Preisträger Dr. Jürgen Gebel

Die Hygieia-Medaille wird in diesem Jahr an Dr. rer. nat. Jürgen Gebel, Leiter der Abteilung für Desinfektionsmittel-Testung am Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn sowie Geschäftsstellenleiter des Verbunds für Angewandte Hygiene e.V. (VAH), verliehen. 

Ausgezeichnet werden seine herausragenden Beiträge auf dem Gebiet der Entwicklung und Etablierung standardisierter Testmethoden für chemische Desinfektionsverfahren mit dem Ziel, durch geprüfte und verlässlich wirksame Desinfektionsmittel die Sicherheit von Patient:innen, Beschäftigten im Gesundheitswesen sowie der öffentlichen Gesundheit zu erhöhen.